Das Thermometer zeigt 30 Grad, selbst im Schatten fängt der Körper zu schwitzen an. Was wir jetzt brauchen: vor allem Flüssigkeit.

„Besonders bei Hitze ist Trinken wichtiger als Essen“, sagt Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, kurz DGE. Mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit sollten Erwachsene pro Tag trinken, schon bei kühleren Temperaturen. Menschen, die Sport treiben oder einer schweißtreibenden Arbeit nachgehen, kommen damit nicht aus. Der Bedarf kann schnell ansteigen: auf 0,5 bis 1 Liter Wasser zusätzlich pro Stunde. Wer zu wenig trinkt, wird müde und unkonzentriert, viele leiden unter Kopfschmerzen.

In der Regel treibt uns der Durst zum Trinken. Doch manch einer braucht eine Erinnerung, zum Beispiel ins Spiel vertiefte Kinder. Auch Senioren denken nicht immer an die notwendige Flüssigkeitszufuhr, bei ihnen nimmt das Durstempfinden im Alter zunehmend ab. Kleine Tricks helfen, trotzdem ausreichend zu trinken: „Stellen Sie überall dort, wo Sie häufig vorbeikommen oder sich aufhalten, ein Glas Wasser hin, zum Beispiel neben den Kühlschrank und den Fernseher oder auf den Schreibtisch“, rät Silke Restemeyer. Ein Tipp, von dem nicht nur Senioren, sondern auch generelle Trinkmuffel profitieren.

Als Durstlöscher eignen sich Wasser, das sich mit einem Spritzer Zitrone, Ingwerscheiben oder Pfefferminzblättern aufpeppen lässt, sowie ungesüßte Früchte- und Kräutertees. Auch Saftschorlen löschen den Durst gut. Faustregel für eine Fruchtschorle: immer im Verhältnis 1:3 mischen (1 Teil Saft und 3 Teile Wasser). Zuckergesüßte und alkoholische Getränke gehören hingegen nicht unbedingt ins Glas, da sie viel Energie enthalten und das Risiko für Übergewicht erhöhen können.

Reich an Wasser: Obst und Gemüse
Nicht nur mit Getränken, auch mit den passenden Speisen bessern wir unseren Flüssigkeitshaushalt auf. Obst und Gemüse stehen da an erster Stelle. Gurken und Wassermelonen bestehen zum Beispiel zu etwa 96 Prozent aus Wasser, Erdbeeren zu rund 90 Prozent. Außerdem liefern diese Lebensmittel wichtige Mineralstoffe und Vitamine. Kleine, dafür häufigere Mahlzeiten schonen den Körper, schwere Speisen hingegen müssen aufwändig verdaut werden. Generell rät Silke Restemeyer auch an heißen Tagen zu einer ausgewogenen Ernährung. Dazu gehören neben Gemüse und Obst auch Getreideprodukte – am besten aus Vollkorn –, Milch- und Milchprodukte, ein- bis zweimal in der Woche Fisch sowie Wurst, Fleisch und Eier in Maßen. Ein mageres Steak darf also auch mal auf den Grill!

Quelle: Hoerex.de (29.06.2017)

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